23./24.10.09 bei Frances und Gurf
Ich bin bei Frances und Gurf. Die hinfahr war schon total schoen. Ich bin mit dem Zug von Liverpool aus gefahren. Der Zug war total ueberfuellt und ich sas den grosteil der Fahrt auf der Treppe. Aber die Landschaft war beeindruckend. Die Zugstrecke ist mitten durch Felsen geschlagen und wir sind durch viele Tunnel und Schluchten gefahren. Und an einem Fluss vorbei gekommen. Es sah so aus als ob die Baeume direkt aus dem Fluss wachsen weil man nur die Krone gesehen hat. Es war echt schoen vor allem sehr gruen nachdem ich jetzt einen Monat nur in der Stadt oder in Vororten war.
Das Haus von Frances und Gurf ist super. Es ist in einer kleinen Strasse und hinter dem Haus ist direkt der Lake Macquarie.
Falls sich jemand mal anschaun will: http://maps.google.de/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=2+Kiah+View,+Bolton+Point,+NSW&sll=50.007739,10.415039&sspn=8.89764,28.256836&ie=UTF8&hq=&hnear=2+Kiah+View,+Bolton+Point+NSW+2283,+Australien&ll=-32.995542,151.605574&spn=0.000709,0.001725&t=h&z=19
Ist irgendwie echt idyllisch. Wenn man morgens im Bad steht kann man schon auf den See schaun und beim Fruehstuecken und Kochen auch. Es ist so ein Ort an dem man Urlaub machen wuerde aber nur davon traeumen kann dort zu wohnen.
Ich hab auch einen Kokaboura gesehen und viele Papageien und sonstige bunte Voegel.
Im See gibt’s fliegende Fische und Muscheln. Der See hat auch eine Verbindung zum Meer aber die ist je nach dem ob Ebbe oder Flut ist zwischen 3 und 8 Metern breit.
Heute morgen waren Frances und ich segeln. Das erste Problem war das der Trailer im laufe der letzten Monate durchgerostet war und nun völlig auseinander gebrochen ist. Danach mussten wir feststellen das das Boot im laufe der Zeit mit Wasser voll gelaufen ist und wir erstmal warten mussten bis das Wasser abgelaufen ist. Das Boot war winzig. Es ist ein Laser und die sind eigentlich fuer eine Person ausgelegt. Aber wir haben es trotzdem zuzweit versucht. Nach ein paar schlaegen sind wir dann aber in einer Halse durchgekentert. Das Problem war das wir immer langsamer geworden sind. Es sah so aus als ob das Boot immer tiefer im Wasser liegt. Weil wir es nicht mehr aufrichten konnten haben wir den Masten abgemacht und aufs Boot gelegt und sind dann so mit dem Boot im seichten Wasser am Ufer entlangspaziert bis und Gurf entgegen kam. Als wir dann das Boot aus dem Wasser hatten mussten wir erstmal warten bis wieder das ganze Wasser abgelaufen war. Ich frag mich wie in so kurzer Zeit das Boot so volllaufen konnte. Als das ganze Wasser nach einer guten Weile endlich draußen war haben wir mit vereinten Kräften das Boot umgedreht und geschaut ob irgendwelche Loecher zu sehen waren. Sah eigentlich alles gut aus also wieder Mast gestellt und “of we went” wie die Australier so schoen sagen.
Manchmal fallen mir die Deutschen Ausdruecke gar nicht mehr ein. Oder ich hab das Gefühl sie entsprechen nicht dem was ich sagen moechte. Gurf und Frances sind auch beide Lehrer und sie verbessern mich ständig was sehr hilfreich ist. Wenn ich sonst mit Leuten englisch sprech fordere ich sie zwar oft auf mich zu verbessern aber wirklich machen tut das nur selten jemand.
Unser zweiter Segelversuch war genau eine Wende und wieder zurück. Zuvor sind wir nur gehalst aber ich find Wenden sind einfach und nicht so stressig. Also hab ich Frances gezeigt wie das geht. Uns kam es aber komisch vor das dass Boot schon wieder so tief im Wasser lag und sind zurück nach Hause. Als wir das Boot aus dem Wasser hatten war es wieder das gleiche Spiel wie davor. Ewiglang Wasser ablassen. Wir wissen zwar nicht wie aber irgendwo muss Wasser ins Boot kommen so das unser Segelabenteuer schnell vorbei war. Beim rausgeben des Bootes aus dem Wasser hatten wir dann trotzdem ziemlich Schwierigkeiten weil das boot auch ohne das ganze Wasser darin schwer ist. Es kamen dann gerade eine Gruppe von “Blokes” wie die australier Sagen vorbei dir uns dann geholfen haben. Aber sich auch schnell wieder verzogen haben nicht das sie noch mehr helfen muessen.
Als wie die Huelle wieder über das boot drüber geworfen haben hab ich meine erste Bekanntschaft mit gefaehrlichen Australischen Tieren gemacht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Riesenkrabbenspinnen#Toxizit.C3.A4t_und_Aggressivit.C3.A4t
Aber ich habs überlebt aber war auch froh Schuhe an zu haben.
Heute Abend geh ich mit Gurf, Frances und einem Freund von ihnen in einen Club. Das ist hier eine guenstige Moeglichkeit essen zu gehen und ich bin mal gespannt wie das wird. Ist anscheinend typisch australisch und in jeden Kaff gibt es einen.